Hausbau - Kelleraushub, was ist zu beachten

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Hausbau - Kelleraushub, was ist zu beachten

Ein Keller bietet zusätzlichen Lagerraum und kann dank moderner Abdichtungsverfahren sogar als Wohnfläche genutzt werden. Bevor Sie jedoch mit dem Kelleraushub beginnen, machen Sie sich Gedanken darüber wie ihn entsorgen wollen,  denn dieser liegt Ihnen im Weg. Nur nach einer Bodenuntersuchung sollten Sie die Erde als Mutterboden nutzen - vielleicht können Sie Einiges davon zum Niveauausgleich nutzen.

 

TIPP: Bevor Sie mit dem Aushub beginnen, sollten Sie sich durch ein Baugrundgutachten unbedingt ein umfassendes Bild der Lage verschaffen. Das gibt Ihnen Auskunft über die Tragfähigkeite des Bodens und dessen Beschaffenheit - auch gibt es Aufschluss über eventuell aufkommende Schadstoffe und Altlasten und auch Information über das Grundwasser. So ersparen Sie sich im Vorhinein große Probleme und beugen vor.

 

Wer ein Haus baut und einen Keller ausheben möchte, sollte ein paar Dinge beachten:

 

Tiefe und Kosten des Kelleraushubs

Als Aushubtiefe bezeichnet man den Höhenunterschied zwischen der Erdoberfläche und dem Boden der Baugrube. Denken Sie an die notwendige Wasserhaltung, bzw. die Entfernung des zustrebenden Wassers während des Betriebs der Baugrube. Je tiefer der Aushub, desto höher sind auch die Kosten. Diese hängen auch von der Bodenbeschaffenheit ab, aufgelockerter Boden lässt sich leichter ausheben als ein Felsiger.

 

 

Fundament und Co.

Besonders bei Altlasten, d.h. Spuren und Rückständen der früheren Nutzung, sollte Vorsicht geboten sein. Bei vergrabenen Fundamenten oder vergessenem Bauschutt muss lediglich auf die richtige Entsorgung geachtet werden, da diese Rückstände nicht mit einem Erdaushubcontainer entsorgt werden können. Fundamentreste sollten von Erde befreit, und dann per Bauschuttcontainer entsorgt werden.

 

Was ist Erdaushub

Als Erdaushub gilt nur reiner Boden wie Sand, Lehm, Mutterboden, Tonboden und Grasboden von dem die Grasnarbe entfernt wurde, Wurzeln und Wurzelwerk, Steine und Pflanzen gehören nicht dazu. Die ersten 30 cm des Erdaushubs können sie, sofern es keine Verunreinigungen gibt, als Mutterboden verwenden.

 

Giftstoffe

Giftige oder gefährliche Altlasten wie Schwermetalle oder Cyanide stellen ein größeres Problem dar, da geprüft werden muss, woher die Giftstoffe kommen. Wer wissen möchte, ob der Boden mit Schwermetallen belastet ist, kann eine Bodenprobe analysieren lassen (Kosten der Prüfung durch Schadstoffe liegen bei ca.50-100€). Diese können Sie durch die zuständige Landwirtschaftskammer, Umweltinstitute oder durch andere, gewerbliche Untersuchungslabore durchführen lassen.

 

Altlasten aus den Weltkriegen

Zu Altlasten zählen ebenfalls Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg. Diese sind allerdings in der Regel nur in Großstädten auf unbebauten Grundstücken zu finden. Vor Grundstückserwerb sollte ein Blick ins Verdachtsflächenkataster/ Altlastenkataster geworfen werden. Man findet diese Verzeichnisse meist bei den Umweltverwaltungen des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt. In jedem Fall ist der Erwerb eines mit Altlasten verunreinigten Grundstückes mit unkalkulierbaren Kosten verbunden.

 

Sonderfall: Abgebranntes Haus

Wenn es wegen eines Brandes zum Hausabriss kommt, dürfen die Materialien nicht wie üblich entsorgt werden. Da bei einem Brand alle naheliegenden Materialien mit Ruß und anderen Schadstoffen kontaminiert werden, zählt jegliches Brandgut als gefährlicher Abfall. Gefährlicher Abfall muss in jedem Fall gesondert entsorgt werden.

 

Categories: Richtig entsorgen, Gefährliche Abfälle, Bauen und Sanieren

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