Bauschutt oder Baumischabfall - was gehört in welchen Container?

Publiziert am 10.12.2015, Author: E. Pack

Längst nicht alles, was bei Renovierungsarbeiten als Abfall anfällt, lässt sich als Bauschutt klassifizieren. Entsprechend ist auch bei der Entsorgung vorzugehen, denn in einen Bauschuttcontainer gehört auch nichts anderes als reiner Bauschutt. Wer dennoch Mischabfälle mit einfüllt, riskiert deutlich höhere Kosten, die im Nachhinein durch Sortierarbeiten entstehen können. Im Folgenden sollen Handhabung und Definition von Bauschutt und Baumischabfall (Baustellenabfall) genauer erläutert werden.

Kosten für einen Bauschuttcontainer

Beispiel für Bauschutt

Welche Kosten für einen Bauschuttcontainer anfallen, ist regional unterschiedlich und variiert darüber hinaus von Anbieter zu Anbieter. Daneben ist natürlich auch die Größe des benötigten Containers von Bedeutung, weswegen Sie vor einer Kalkulation der Kosten erst einmal abschätzen sollten, wie viel Bauschutt bei den bevorstehenden Arbeiten in etwa anfallen wird. Die Größe des Containers in Kubikmeter wirkt sich in erster Linie auf den Preis für dessen An- und Abfahrt aus.

Abgerechnet wird zum Schluss nach Gewicht. Im Internet finden Sie aber auch noch eine Reihe an Pauschalangeboten, bei denen der Preis anhand des Containervolumens berechnet wird. Legt man einige aktuelle Angebote verschiedener Containerdienste zugrunde, kann von einem Preis zwischen 12 und 15 Euro je Tonne zuzüglich An- und Abfahrt ausgegangen werden, wenn es sich bei den Abfällen um reinen mineralischen Schutt handelt. Baumischabfälle sind im Vergleich dazu schon etwas teurer.

Schutt oder Baumischabfall (Baustellenabfall)?

Beispiel für Baumischabfall

Gerade bei Renovierungsarbeiten fallen oftmals die unterschiedlichsten Stoffe als Abfall an, von denen viele gar nicht in einen Bauschuttcontainer gehören. Daher empfiehlt es sich, in solchen Fällen gleich auf einen Baumischabfallcontainer zurückzugreifen. Zum normalen Bauschutt gehören beispielsweise Steine, Ziegel, Kacheln, Keramikteile, Kalkstein, Pflastersteine, Natursteine, Naturschiefer, Betonziegel und Waschbecken. Es handelt sich beim Bauschutt also um rein mineralische Abfälle.

In einen Container für Baumischabfälle können Sie noch zahlreiche weitere Stoffe einfüllen. Dazu zählen z. B. Gummiteile, Kabel, Verpackungen, Teppichreste, Altmöbel, Papier, Pappe, Blech und Plastikteile, Holz. Zu beachten ist, dass es bei den jeweiligen Definitionen zu regionalen Abweichungen kommen kann. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, fragen Sie vorher auf den zuständigen Wertstoffhöfen nach, was noch zum mineralischen Schutt gehört und was als Baumischabfall (Baustellenabfall) behandelt wird.

Der Grund für die preislichen Unterschiede liegt darin, dass reiner Bauschutt wertvolles Recyclingmaterial darstellt. In der Bauindustrie lässt sich Bauschutt nämlich als Rohstoff verwenden. In einem Baumischabfallcontainer muss dieses Material jedoch erst von allen nichtmineralischen Stoffen getrennt werden. Das kann der Entsorger selbst erledigen, was die teure Alternative darstellt. Sie können die Sortierung aber auch einfach selber vornehmen und bestellen sich zu diesem Zweck einen Container für Bauschutt und einen Baumischabfallcontainer.