Verantwortung als Hersteller für Produkte übernehmen!

Rücknahmesystem für Hersteller

Verantwortung als Hersteller für Produkte übernehmen!

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde und als Handlungsprinzip in Gesellschaft und Wirtschaft angekommen. Viele Hersteller nehmen sich inzwischen der Verantwortung für ihre Produkte an. Schlagwörter wie Recycling, Wiederverwertung, Upcycling und andere hört und liest man überall. - Aber wie funktioniert das? Was kann ein Hersteller tun, damit seine Produkte am "End of Life" nicht irgendwo landen, sondern wirklich umweltgerecht entsorgt oder gar recycelt werden?

Die typische Lösung hierfür ist ein Rücknahmesystem. Das heißt, ausgediente Produkte werden in einfacher Weise zurückgegeben, und der Kunde braucht sich nicht selbst um die Entsorgung zu kümmern. Diese Option ist nicht zwingend kostenfrei, aber sie eröffnet einen bereits vorgegebenen Weg, die Altprodukte optimal und möglichst umweltgerecht zu entsorgen.

 

 

Wie funktioniert ein Rücknahmesystem?

Alle Rücknahmesysteme haben vorrangig das gleiche Ziel: Sie bieten einen Entsorgungsweg für Produkte/Materialien, an dessen Ende eine möglichst umweltgerechte Entsorgung steht.

Dies bedeutet nicht unbedingt, dass Produkte/Materialien schließlich wiederverwendet oder recycelt werden. Oft werden sie "nur" einer fachgerechten Entsorgung, beispielsweise der Verbrennung, zugeführt - was jedoch in jedem Fall noch weitaus besser ist, als auf einer Deponie oder gar in der freien Natur zu landen.Funktionsweise eines Rücknahmesystems

Manchmal übernimmt der Hersteller die Kosten, manchmal trägt sie der Kunde selbst. Oft auch schließen sich Hersteller zusammen und bauen ein gemeinsames Rücknahmesystem für Ihre Produktklasse auf, da bei der Rücknahme die genaue Herkunft nicht mehr immer festgestellt werden kann - bei Baustoffen zum Beispiel ist im Nachhinein der Hersteller nur selten zu ermitteln, im Gegensatz etwa zu Elektroartikeln.

 

 

Vorteile eines Rücknahmesystems:

  • Wettbewerbsvorteil: Vielen Kunden droht ein böses Erwachen, wenn sie erst Jahre später merken, was ihre gekauften Produkte hinsichtlich der Entsorgung kosten. Ist der Entsorgungsweg bereits vororganisiert, wird es für den Kunden oft günstiger. Unter diesem Gesichtspunkt vermag ein augenscheinlich teueres Produkt dann auf einmal günstig zu werden. Nutzen Sie dies als Wettbewerbsvorteil und zeigen Sie Ihren Kunden auf, mit wie viel die Entsorgung bei den Wettbewerbern zu Buche schlägt!
  • Einfach und unkompliziert: Wer weiß in der Regel schon, wie was genau entsorgt wird? - Ein Rücknahmesystem kommt bei den Kunden gut an, weil sie offenkundig etwas Gutes für die Umwelt tun, ohne sich dabei aber größere Umstände und weitere Gedanken machen zu müssen.

 

 

Tipp: Die Entsorgung von Produkten in einem Rücknahmesystem ist in der Regel günstiger, als für Produkte ohne Rücknahmesystem! Zeigen Sie Ihrem Kunden was die Entsorgung beim Wettbewerb kostet!

 

Um welche bzw. was für Produkte / Materialien geht es?

Geht es um Neuprodukte, beispielsweise also Rückläufer, Fehlproduktionen oder Verschnittreste? Sind die Produkte noch verpackt? Oder geht es um Altprodukte?

Im Hausbau zum Beispiel müssen erst einmal die alten Dachschindeln abgenommen werden, bevor das Dach neu gedeckt werden kann. Als Unternehmen könnten Sie hier Ihren Kunden nicht nur eine Entsorgungslösung für die Neuprodukte anbieten (es fallen unter anderem Verschnittreste, ungebrauchte Schindeln und Verpackungsmaterial an), sondern auch für das Altmaterial, selbst wenn dieses nicht von Ihnen stammt.

Denkbar wäre zudem eine Kostenteilung, dass der Kunde für die fachgerechte Entsorgung des Altmaterials aufkommt, während die Neuprodukte gegebenenfalls direkt in den Herstellungsprozess zurückgeführt werden können und der Hersteller die Kosten hierbei übernimmt.

Sind die Produkte noch nutzbar, oder sind sie kaputt? Wäre demnach eine direkte Wiederverwendung möglich? Fallen Materialien zusammen mit anderen an, zum Beispiel weil diese verklebt worden sind?

Und wo befinden sie sich? - Zentral beim Hersteller, am Werk? Dann wäre der Abtransport relativ einfach. Beim (Zwischen-)Händler, der liefert/verbaut? Oder bei den jeweiligen Endkunden, womöglich über ganz Deutschland verteilt? Das erforderte ein landesweit agierendes Transportnetzwerk oder ein Netzwerk aus Sammel- bzw. Abgabestellen.

 

 

Wie werden Ihre Produkte aktuell entsorgt?

Diese Frage erscheint nur auf ersten Blick einfach. Denn wie etwas theoretisch entsorgt werden müsste und wie es in der Praxis tatsächlich entsorgt wird, kann stark voneinander abweichen.

 

Die Gründe sind vielfältig, dafür vier Beispiele:

Rücknahmesystem von ecoservice24 für IVPU von PU Schaumplatten

  1. Unkenntnis und komplizierte Verordnungslage - kaum jemand schafft es überhaupt, eine Mülltonne einhundertprozentig korrekt zu befüllen
  2. Weil es unpraktisch ist - Erde nach nebenan kippen, ist doch viel einfacher
  3. Weil kein passender Entsorgungsweg existiert - kompostierbare Plastiktüten sehen die wenigsten Biomüll-Verwertungsanlagen gern
  4. Mangelnde Differenzierungsmöglichkeiten - asbesthaltige Dämmwolle ist von ungefährlicher Dämmwolle optisch und damit für die meisten nicht zu unterscheiden

 

 

Abhängig davon, wie Ihre Produkte aktuell entsorgt werden, stellt sich die Frage, ob eine höherwertige Entsorgung (zum Beispiel Recycling oder gar die Rückführung in den Produktionsprozess) möglich ist. Geht es also eher darum, einen bereits existierenden Entsorgungsweg zu optimieren und dem Kunden den Zugang zu vereinfachen? Oder wird zusätzlich eine nachhaltigere Entsorgungslösung im Rahmen von Rückgewinnung und Wiederverwendung angestrebt?

 

 

Gibt es bereits eine Art Recycling für Ihre Produkte?

Sind Ihnen eventuell Firmen, Hersteller, Personen(-gruppen) bekannt, die Interesse an Ihren ausgedienten Produkten haben? Hätten Sie als Hersteller vielleicht selbst Interesse daran, Ihre Produkte zurückzunehmen, um diese wieder in den Produktionsprozess zurückzuführen?

Es stellt zunächst vielleicht eine große Hürde dar, da sich der Gedanke aufdrängt, das Altmaterial wäre verschmutzt oder in irgendeiner Weise "minderwertiger" als Neumaterial. In der Praxis erweist sich jedoch Vieles als durchaus machbar. Je länger sich Unternehmen mit dem Thema Eigenverwertung von Altprodukten befassen, umso eher sehen sie gangbare Wege, gegebenenfalls durch Umorganisation/Umstrukturierung Altmaterialien wieder in den Produktionsprozess zurückzuführen.

 

Wie gelangen die Altprodukte nun zur Verwertungsstelle- / Anlage?

Vielen ist es nicht bewusst, aber dies gehört mit zu den größten Problemen beim Recycling: Wer transportiert die Altprodukte zur Verwertungsanlage - und das zu einem bezahlbaren Preis? Denn jemand hat für die Kosten eines Rücknahmesystems ja auch aufzukommen, sei es der Hersteller selbst oder der Kunde.

Hier kann und muss man teilweise sehr kreativ werden. Passen Behälter der klassischen Entsorgungslogistik zu dem "Abfall" und kommen daher zur Verwendung in Frage? Ergeben sich Transportgelegenheiten durch andere, die ohnehin beim Kunden sind und die Altprodukte bei dieser Gelegenheit mitnehmen und bei der Verwertungsstelle oder einem Zwischenlager abliefern könnten? - Dazu die rechtliche Seite: Ist ein bestimmtes Altprodukt eigentlich als "Abfall" zu klassifizieren oder nicht? Darf der betreffende Transporteur überhaupt Abfall fahren?

 

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