Verpackungsabfälle richtig trennen und entsorgen

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Verpackungsabfälle richtig trennen und entsorgen

Versandkartons, Coffee-to-go-Becher, Unmengen an Kunststoffverpackungen, die nach dem Supermarkt-Einkauf anfallen – wir werden tagtäglich mit den verschiedensten Verpackungsmaterialien und -formen konfrontiert. Entsprechend erklimmen die Mengen an Verpackungsabfällen jedes Jahr neue Rekordwerte. Um die in diesen Abfällen enthaltenen Wertstoffe bestmöglich recyceln zu können, ist sowohl die Initiative der Verpackungsurheber als auch die der Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt.

 

 

So sind Unternehmen, die Verpackungen in Umlauf bringen, per Leistung eines „Lizenzentgeltes“ an eines der aktuell neun dualen Systeme verpflichtet, ihrer Produktverantwortung nachzukommen und auf diese Weise die Sammlung, Sortierung und das fachgerechte Recycling der Abfälle zu finanzieren. Verbraucher/innen wiederum sollten vor allem auf die Trennung ihrer Abfälle und die Entsorgung in den richtigen Sammelbehältern achten, um die Rückführung der Wertstoffe in den Kreislauf zu ermöglichen.

 

 

Der passende Sammelbehälter: Richtig getrennt ist halb recycelt

 

Hausabfall wird üblicherweise in fünf Kategorien aufgeteilt und sollte in den hierfür vorgesehenen Behältern entsorgt werden:

 

  • Glas – farbsortiert (weiß, braun, grün) zu entsorgen im Altglascontainer; blaues Glas gehört in den Grünglascontainer
  • Restmüll – zu entsorgen in einer eigens hierfür vorgesehenen Tonne
  • Bioabfall – zu entsorgen in einer eigens hierfür vorgesehenen Tonne*
  • Papier, Pappe, Karton – zu entsorgen in der Altpapiersammlung
  • Leichtverpackungen (Kunststoffe, Weißblech, Aluminium, Verbundverpackungen wie z. B. Getränkekartonverbunde) – zu entsorgen im Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne

 

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Bei der Entsorgung ihrer Abfälle sollten Verbraucher/innen darauf achten, dass sie verschiedene Wertstoffe voneinander trennen. So sollte beispielsweise der Aluminiumdeckel stets vom (ausgewaschenen) Joghurtbecher abgezogen werden. Auf diese Weise können die einzelnen Materialien in den High-Tech-Sortieranlagen besser erkannt und damit auch besser wiederverwertet werden. Bleiben verschiedene Materialien hingegen verbunden, so ist ein Recycling oftmals nicht möglich.

 

 

*Wichtig: Die Sammelsysteme können sich lokal unterscheiden. Sind Sie unsicher, können Sie sich als Endverbraucher/in bei Ihrem zuständigen Entsorgungsunternehmen oder bei der Kommune informieren.

 

Was passiert nach der Entsorgung mit den Abfällen?

Verpackungsabfall richtig trennen DosenNachdem der Endverbraucher seine Abfälle den einzelnen Sammelbehältern zugeordnet hat, werden diese von einem Entsorgungsunternehmen eingesammelt. Diese Unternehmen handeln im Auftrag der dualen Systeme, die auch die Sortierung und das Recycling der Wertstoffe übernehmen.Finanziell getragen wird das Duale System von den Inverkehrbringern der Verpackungen, also Herstellern, Händlern und Importeuren.Sie unterliegen einer Systembeteiligungspflicht, in deren Rahmen sie ihre Verpackungen per „Lizenzentgelt“ bei einem der dualen Systeme (z. B. beim Dualen System Interseroh via den Onlineshop Lizenzero) entpflichten. Aus den rückgeführten Ressourcen können dann neue Wertstoffe gewonnen werden, die wiederum zur Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden können.

Categories: Richtig entsorgen, Sonstiges, Recycling

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