Wie funktioniert die Entsorgung nach einem Wasserschaden?

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Wie funktioniert die Entsorgung nach einem Wasserschaden?

In Deutschland platzen jährlich 1,1 Millionen Rohre und verursachen Wasserschäden – das ist ein geplatztes Rohr alle 30 Sekunden (Quelle: GDV, 2011). Besonders betroffen ist der Westen von Deutschland, da die Rohre hier stark veraltet und schlecht gewartet sind.

Ein Wasserschaden trifft die Betroffenen in den meisten Fällen unerwartet - dennoch gilt: Ruhe bewahren und die Versicherung sowie Vermieter informieren. Was Sie in der Zwischenzeit selber tun können, um Folgeschäden zu minimieren und wie Sie am besten die Sanierung angehen, erfahren Sie hier.

 

Aber was tun, wenn es für die Wartung schon zu spät ist, und der Keller oder die Küche schon vollgelaufen sind? Noch bevor die Versicherung oder der Vermieter informiert werden, ist es ratsam, das Wasser erstmal abzuschalten und so zu verhindern, dass das Mauerwerk noch weiter durchnässt. Wenn das Wasser frühzeitig abgestellt wird, lassen sich oftmals größere Schäden vermeiden. Eine Sanierung kann in vielen Fällen mit ein bisschen handwerklichem Geschick und Geduld selber durchgeführt werden.

 

Entsorgung bei Wasserschaden

Bei der Entsorgung schützt schnelles Handeln vor kostspieligen Folgeschäden. Feuchter Putz und durchnässte Möbel müssen so schnell wie möglich weggeschafft werden, damit der Raum trocknen kann. Bevor Sie mit der Entsorgung beginnen, protokollieren Sie alle entstandenen Schäden am Mobiliar und am Gebäude. Für das Protokoll fotografieren Sie beschädigte Gegenstände aus mehreren Winkeln, damit die Versicherung sich ein Bild über den Schaden machen kann. Es ist außerdem ratsam ein Video des beschädigten Raumes und der Möbel zu machen. Nach der Protokollierung kann zerstörtes Mobiliar mit einem Sperrmüllcontainer entsorgt werden, aufgeweichter Putz und Mauerwerk entsorgen Sie am besten mit einem Container für Bauschutt. Die Rechnungen und Fotos reichen Sie danach bei der Versicherung ein.

 

WICHTIG:
Da verschiedene Versicherungen für die Schäden, und somit auch für die Entsorgung, des Mobiliars (meist Privathaftpflicht) und der Gebäudesubstanz (meist Gebäudversicherung) aufkommen, sollte auch die Entsorgung getrennt geschehen!
D.h. entsorgen Sie einfach alles zusammen in einem Behälter (z.B. als Baumischabfall), kann es vorkommen, das Ihre Versicherung es ablehnt für die Kosten aufzukommen, da nicht mehr erkennbar ist, welche Abfälle zu welchen Schäden gehören und somit welche Versicherung welche Entsorgung bezahlen muss!

 

Leckageortung

Ein großes Problem bei einem Wasserschaden ist, dass es mit bloßem Auge meist nicht zu erkennen ist, von wo die Wassermassen kommen. Bei abgeplatzten Schläuchen, wie z.B. bei einer Waschmaschine oder Geschirrspüler, ist es noch relativ einfach den Verursacher auszumachen. Schwieriger wird es, wenn eine Leitung in der Wand das Problem verursacht. Hier muss geklärt werden, wo die Leitung geplatzt ist und wohin das Wasser sickert.

 

Thermografiekameras können hierbei Abhilfe schaffen, da durch thermale Veränderungen im Mauerwerk Rückschlüsse auf die Position des geplatzten Rohres gezogen werden können. Wer keine Thermografiekamera besitzt, kann eine für ca. 50€ / Tag ausleihen.

 

Ist die beschädigte Stelle ausfündig gemacht, kann mit der Reparatur begonnen werden. Um kleinere Leckagen zu beseitigen, muss die Wand nicht in allen Fällen aufgebrochen werden. Es gibt die Möglichkeit Füllmasse in die Rohre zu leiten und so kleinere Leckagen auszubessern. Falls es sich um ein größeres Loch in der Leitung handelt, führt kein Weg am Austausch des Rohres und dem damit verbundenen Aufstemmen der Wand vorbei.

 

Trockenlegung bei Wasserschaden

Um Schimmelbildung zu vermeiden und die Stabilität des Gebäudes zu bewahren, ist es notwendig die feuchten Wände und Böden zu trocknen. Es gibt verschiedene Wege die Feuchtigkeit aus den Wänden zu bekommen, ausschlaggebend ist die Beschaffenheit der Wand – handelt es sich um eine massive Mauer, gibt es Hohlräume die eventuell gedämmt sind oder wurde mit Gipskartonplatten gearbeitet?

 

 

    • Mauerwerk: Dieses trocknet man am besten mit modernen Infrarot-Bautrocknern und Luftentfeuchtern in Verbindung mit Gebläsen. Dazu wird mit Infrarot Strahlung das Wasser in den Wänden erhitzt bis es gasförmig wird und sich im Raum verteilt. Das nun gasförmige Wasser wird danach von den Luftentfeuchtern aufgenommen und abtransportiert.
    • Hohlräume / Gipswände: Falls es Hohlräume in den Wänden gibt oder Dämmung verbaut wurde, wird meist das Vakuum-Verfahren angewendet. Hierzu werden Absaugschläuche in der betroffenen Wand oder im Boden verankert, durch die dann mit Hilfe von Unterdruck das Wasser aus den Wänden gezogen wird. Es sollte bei dieser Methode auf jeden Fall mit einem Fachmann geklärt werden, ob sich das vorhandene Mauerwerk für die Vakuum-Trocknung eignet.

 

Die Sanierung

Wenn das Mauerwerk erfolgreich getrocknet wurde, kann mit der Sanierung begonnen werden. Hierzu müssen vorher alle entstandenen Löcher verputzt und beschädigter Wandbelag großräumig entfernt werden. Danach kann die nun trockene Wand neu verputzt und eventuell tapeziert oder verkleidet werden. Bevor ein neuer Teppich oder Fußbodenbelag verlegt werden kann, muss sichergestellt werden, dass der Estrich komplett getrocknet ist.

 

Typische Abfälle die bei der Sanierung anfallen sind folgende:

 

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