Illegale Müllentsorgung

Illegale Müllentsorgung falsch entsorgt0

Illegale Müllentsorgung

Der Begriff illegale Müllentsorgung ist breit gefächert: Sowohl das unachtsam weggeworfene Taschentuch als auch große Müllkippen im Wald können Fälle von illegaler Müllentsorgung sein. Obwohl viele Bürger den herumliegenden Müll als störend empfinden, wird das Entsorgen von z.B. Zigarettenschachteln von Einigen weiterhin verharmlost. Die verhängten Strafen dazu verdeutlichen, dass es sich hierbei allerdings keinesfalls um einen Kavaliersdelikt handelt. Wer seinen Müll unsachgemäß entsorgt, muss mit empfindlichen Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen.

 

 

 

Das illegale Müllentsorgung für viele Kommunen ein großes Problem darstellt, wird an den Zahlen von Berlin deutlich: Allein Berlin gibt pro Jahr ca. vier Millionen Euro für die Beseitigung von illegal entsorgten Abfällen aus.

 

 

 

Woran erkennt man einen guten Entsorger?

Wichtig für private Haushalte und Gewerbetreibende gleichermaßen ist, bei der Beauftragung darauf zu achten, dass es sich um einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb handelt. Diese können Sie an dem Zertifikat-Siegel erkennen, das Sie auch oben auf unserer Webseite finden. So gehen sie sicher, das der Abfall richtig entsorgt wird.

 

Bußgelder

Wer kleine, scheinbar unbedeutende Produkte wie z.B. Pappbecher, Zigarettenschachteln oder Bananenschalen nicht in die dafür vorgesehenen Behälter, sondern in die Natur schmeißt, muss mit Bußgeldern rechnen. Auch das am Straßenrand platzierte Regal mit der Aufschrift „zu verschenken“ ist rechtlich gesehen illegal entsorgter Müll und kann zu einem Bußgeldverfahren führen. Wie hoch das Bußgeld ausfällt, legen die Kommunen fest. So kann sich die Höhe der Bußgelder in den verschiedenen Städten von Fall zu Fall deutlich unterscheiden.

 

Vorsicht bei Sondermüll

Bei der illegalen Entsorgung von Sondermüll wird besonders hart durchgegriffen. Wer illegal Sondermüll entsorgt, muss neben empfindlichen Sanktionen auch mit den angefallenen Entsorgungskosten als verantwortlicher Verursacher rechnen. Grund hierfür ist, dass Sondermüll eine noch größere Gefahr für die umliegenden Gewässer oder Böden darstellt. Ein berühmtes Beispiel für falsch entsorgten Sondermüll ist das abgestellte, abgemeldete und schrottreife Auto. Aus diesem können Altöl oder Treibstoff auslaufen, welche ein Risiko für die Umwelt darstellen. Sondermüll sind neben dem genannten Auto auch Lösungs- und Reinigungsmittel, Farbreste, Baustoffe mit Asbest und Bodenfliesen mit PVC. Für die illegale Entsorgung von Sondermüll können ebenfalls Bußgelder von bis zu 100.000 € und Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren, in besonders schweren Fällen sogar von bis zu zehn Jahren, verhängt werden.

 

Tipp: Wo melde ich illegalen Abfall

Wer illegal abgeladenen Abfall melden möchte, sollte sich an das Ordnungsamt wenden. Für den Fall, dass Sondermüll illegal entsorgt wurde, kann auch die zuständige Polizeistelle kontaktiert werden.

Sonderfall: Verbrennung von Gartenabfällen

Fans des gemütlichen Zusammensitzens am Feuer aufgepasst: Die Verbrennung von Gartenabfällen ist grundsätzlich verboten (nach §28 Abs. 1 KrWG). Einzige Ausnahme: Ist es technisch oder wirtschaftlich nicht zumutbar die Gartenabfälle über eine Entsorgeranlage zu entsorgen, dürfen die Abfälle unter strengen Vorgaben verbrannt werden. In der Praxis gilt diese Ausnahme nur für Grundstücke außerhalb bebauter Ortsteile, bei denen aufgrund regionaler Besonderheiten oder fehlenden, konkreten Entsorgungsstrukturen die Entsorgung über eine Entsorgeranlage unzumutbar ist. In diesem Fall können die Behörden im Einzelfall Ausnahmen machen.

Auf gar keinen Fall sollte der Gartenabfall im Wald abgeladen werden. Durch Fäulnisprozesse kann es zur Wärmeentwicklung kommen, wodurch ein Waldbrand ausgelöst werden kann. Aber auch wenn kein Waldbrand ausgelöst wird, schädigen die zusätzlich zugeführten Nährstoffe das natürliche Gleichgewicht des Waldes und können so zu einem langfristigen Absterben der natürlichen Flora führen. Nitrat, welches die Pflanzen nicht aufnehmen können, gelangt ins Grundwasser und somit entweder direkt oder indirekt in unserer Nahrung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann einen Container bestellen, um seine Grünabfälle zu entsorgen. Für viele andere Abfälle bieten wir Ihnen ebenfalls eine sichere und faire Abholung.

 

 

Entsorgung von Hausmüll

In Deutschland wird, anders als in anderen Ländern oft üblich, anfallender Abfall streng getrennt. Dies gilt nicht nur für Unternehmen, sondern insbesondere auch für Privatpersonen, welche für die Entsorgung ihrer Abfälle meist mehrere Mülltonnen zur Verfügung stehen haben. In diesen sollen die Abfälle getrennt gesammelt werden, sodass sie nachher gut wiederverwertet werden können. Eine falsche Befüllung ist strafbar und kann mit sehr hohen Bußgeldern bestraft werden. Zusätzlich können sich die Entsorgungsunternehmen weigern die Mülltonne zu leeren, sodass der Besitzer auf dem Abfall sitzen bleibt.

Heißt das nun, dass wegen eines falsch entsorgten Taschentuchs die Mülltonne zuhause nicht mehr geleert wird? – Nein, aus Kulanzgründen leeren die Entsorgungsunternehmen die Mülltonnen bei geringer Fehlbefüllung meist dennoch. Das Landesverwaltungsamt in Sachsen-Anhalt hat festgehalten, dass die Entsorger Fehlbefüllungen von bis zu 20% akzeptieren müssen. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Sie nur den zulässigen Abfall in der jeweiligen Tonne entsorgen. Die zuständigen Städte und Gemeinden legen fest, welcher Abfall in welcher Tonne entsorgt werden darf. Deutschland ist im europäischen Vergleich schon einer der führenden Recycling Nationen, allerdings gibt es auch hier noch Verbesserungspotential. Laut dem Bundesverband für Sekundärrohstoffe wurden 2017 40% bis 60% des Verpackungsmülls falsch entsorgt.

 

 

Geld sparen bei der Entsorgung von Hausmüll

Wer bei der Entsorgung seines Hausmülls Geld sparen möchte, sollte lieber auf den Einsatz von sogenannten Müllpressen verzichten. Obwohl der Erwerb von diesen Geräten in Deutschland legal ist, ist die Benutzung in fast allen Städten verboten. Grund hierfür ist, dass durch die starke Verdichtung des Abfalls die Tonnen sehr schwer werden können und somit bei der Entleerung eine Gefahr für die Mitarbeiter darstellen. Zusätzlich kann es passieren, dass verdichteter Abfall bei der Entleerung in der Tonne stecken bleibt oder beim Leerungsvorgang auf der Straße verteilt wird.

 

Tipp: Richtig Trennen und Sparen

Wer trotzdem Geld für die Müllentsorgung sparen möchte, sollte eine möglichst kleine Restmülltonne beim regionalen Entsorger bestellen. Dies kann natürlich dadurch erreicht werden, dass bereits wenige Abfälle mit nach Hause genommen werden, aber auch sinnvolles Trennen kann sich bezahlt machen. Wer die Wertstofftonne richtig nutzt und alle vorgesehenen Abfälle in dieser entsorgt, spart viel Platz in der teuren Restmülltonne.Wer seinen Abfall richtig trennt, der benötigt nur eine kleine Restmülltonne.

Categories: Richtig entsorgen, Sonstiges

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