Eine Haushaltsauflösung bzw. Wohnungsauflösung kann unterschiedliche Gründe haben. Es kann ein Umzug anstehen, bei dem die Wohnfläche deutlich kleiner wird oder der Umzug erfolgt ins Ausland und es ist zu umständlich oder teuer alle Haushaltsgegenstände und Möbel mitzunehmen. Vor allem aber auch im Sterbefall muss der Haushalt komplett aufgelöst werden.

Bei der Haushaltsauflösung fallen viele Gegenstände an, die üblicherweise nicht in den Alltagsmüll wandern (dürfen), darunter Hausrat, Kleidung, Möbel und Elektrogeräte. Je nach Art gibt es dann nicht nur verschiedene Möglichkeiten der Entsorgung, sondern auch Vorschriften darüber, wie die Entsorgung zu erfolgen hat. Wir erklären im Folgenden, wie Sie eine Haushaltsauflösung selbst durchführen können!

Haushaltsauflösung beauftragen oder selbst durchführen?!

Gerade wenn ein kompletter Haushalt aufgelöst werden muss und die Wohnung / Haus eine größere Fläche haben, kann es sich lohnen, eine Entrümplungsfirma zu beauftragen. Holen Sie sich hierfür am besten mindestens drei Angebote ein, um die Preise und Leistungen vergleichen zu können. 

Wenn Sie die Wohnungsauflösung beauftragen, ist das natürlich sehr bequem, im Gegenzug haben Sie aber auch weniger Kontrolle und müssen je nach Wohnfläche mit hohen Kosten rechnen.

Wir erklären Ihnen, wie Sie einen Haushalt in Eigenregie auflösen können.

Vorbereitung der Haushaltsauflösung

Grundsätzliches

Damit die Haushaltsauflösung nicht zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit wird, sollten Sie sich zunächst einen Plan zurechtlegen. Ausgangspunkt ist das Datum, an dem das Haus oder die Wohnung leergeräumt sein muss.

Anschließend gilt es, weitere Fragen zu klären:

  • Sollen alle Dinge entsorgt werden oder erhebt jemand Ansprüche in der Familie auf Wertgegenstände oder Mobiliar?
  • Können bestimmte Einrichtungsgegenstände noch verkauft werden?
  • Können gut erhaltene Möbel oder Geräte vielleicht karitativen Zwecken zugeführt werden?

Zeitpuffer einplanen

Planen Sie die Zeit für die Haushaltsauflösung auf jeden Fall genug Zeit ein. Es kann immer zu Überraschungen kommen, vor allem, wenn es sich nicht um den eigenen Haushalt handelt.

Helfer organisieren

Kontaktieren Sie mögliche Helfer rechtzeitig und fragen Sie diese, ob sie Zeit haben. Eine gute Versorgung der Helfer mit Essen und Trinken sollte ebenfalls organisiert werden.

Gefüllter Sperrmüllcontainer

Container für Haushaltshaltsauflösung bestellen

Was Sie auf jeden Fall benötigen, ist ein Sperrmüllcontainer. Dessen Größe hängt vom Umfang der zu entsorgende Gegenstände ab. Falls Sie in diesem Punkt unsicher sind, können Sie sich von den Fachleuten bei ecoservice24 beraten lassen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Abfallmengen bei einer Haushaltsauflösung meistens unterschätzt werden. Wenn Sie den Container auf öffentlicher Fläche abstellen möchten, benötigen Sie die Sondernutzungserlaubnis der Stadt. Diese können wir auf Wunsch für Sie einholen.

Vorteile der Bestellung über ecoservice24:

  • Unkomplizierte Online-Abwicklung
  • Umfangreiche Größenauswahl
  • Pauschalpreise
  • 14 Tage Miete inbegriffen
  • Sperrmüll Container kann in der Regel innerhalb von 24 h geliefert werden
  • Container können 24 h vor Lieferung kostenlos storniert werden
Sperrmüll an der Straße

Sperrmüllabholung beim lokalen Anbieter beauftragen?

Sie haben in vielen Städten auch die Möglichkeit eine Sperrmüllabholung beim lokalen Entsorger zu beauftragen. Die Konditionen sind hier sehr unterschiedlich. Einige Wertstoffhöfe bieten die Entsorgung in einem festgelegten Turnus kostenlos an, bei einigen fällt immer eine Gebühr an. Auch die Gegenstände, die abgeholt werden, unterscheiden sich teilweise. Mehr dazu erfahren Sie unter Sperrmüll entsorgen. Der Kostenfaktor kann bei der Auswahl eine wichtige Rolle spielen. Bedenken Sie aber auch, dass bei der Sperrmüllabholung durch städtische Unternehmen deutlich weniger Flexibilität herrscht als beim eigenen Sperrmüllcontainer.

Weitere Formalitäten

Vergessen Sie auch andere Formalitäten nicht, die mit dem reinen Akt der Wohnungsauflösung nichts zu tun haben. Dazu zählen zum Beispiel die Kündigung vorhandener Verträge für Miete, Gas, Wasser, Strom, Telefon- und Internetanschluss, Rundfunkgebühren usw. Beachten Sie bei Mietobjekten auch, in welchem Zustand die Übergabe zu erfolgen hat. In manchen Fällen reicht besenrein, in anderen Fällen müssen Sie vielleicht noch kleine Renovierungen und Malerarbeiten durchführen (lassen).

Nahaufnahme Umzugskarton auf dem Boden

Organisationstipp: Das Drei-Kisten-System

Während der Entrümpelung eines Hauses oder einer Wohnung stellt sich bei manchen Dingen die Frage: Kann ich das noch gebrauchen oder kann das weg? Wir empfehlen Ihnen nur Gegenstände zu behalten, die für Sie in der Zukunft noch Nutzen stiften, unabhängig davon, wie nützlich oder wichtig sie in der Vergangenheit waren. Bei der Auswahl kann das Drei-Kisten-System helfen. Oder Sie stecken bei größeren Gegenständen drei Bereiche in einem Raum ab.

1. Kiste: Behalten

 In die erste Kiste kommen alle Dinge, die Sie ganz sicher aufbewahren wollen.

2. Kiste: Verschenken oder spenden

Hierein kommen alle Dinge, die gut erhalten sind und nicht weggeschmissen werden sollen, die Sie aber auch nicht selbst behalten möchten. Sie können Freunde, Bekannte und Nachbarn fragen, ob sie sich was aussuchen wollen. Oder Sie wenden sich an karitative Einrichtungen vor Ort, die sich über Möbel, Haushaltsgeräte oder Kleiderspenden freuen und diese nicht selten sogar selbst abholen.

3. Kiste: Müll

Alles, was definitiv der Entsorgung zugeführt werden soll (defekte Geräte, veraltete und nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen entsprechende Dinge) kommt in Kiste Nummer 3.

Die Erfahrung zeigt, dass gerade bei einer Haushaltsauflösung bei vielen Menschen das „Hamstersyndrom“ auftritt und Kiste Nummer 1 die meisten Dinge und Gegenstände enthält. Sollte Ihnen das auch passieren, setzen Sie sich eine Deadline. Alle Dinge, die Sie aus Kiste 1 nicht unmittelbar benötigen, packen Sie woanders hin und kramen sie nach einem oder zwei Jahren wieder hervor. Wenn Sie sie nicht vermisst haben, sind sie auch für die Zukunft überflüssig und können weg.

Durchführung der Wohnungsauflösung

Sperrige Möbel zerkleinern

Sperrige Möbelstücke wie Bettgestelle oder Schränke können Sie auseinanderbauen oder auch mit Gewalt zerlegen, um im Container Platz zu sparen. Ein sorgfältiges Schichten der Abfälle bringt im Gegensatz zu achtlosem Hineinwerfen ebenfalls eine Menge Raumgewinn. 

Direkte Wege zum Container freihalten

Für die eigentliche Hauhaltauflösung schaffen Sie sich zunächst Freiräume. Leeren Sie den oder die Flure sowie andere Durchgänge, damit der Weg zum Container frei von Hindernissen ist. Anschließend arbeiten Sie sich von Raum zu Raum.

Wertgegenstände sichern

Wichtige Dinge und Wertgegenstände sollten Sie zu Beginn an einer separaten Stelle sammeln, damit nichts verloren geht oder beschädigt wird. Handelt es sich um große Objekte wie beispielsweise einen Schrank, markieren Sie ihn mit farbigen Zetteln.

Wichtige Dokumente sichern bzw. schreddern

Achten Sie vor allem auch darauf, dass keine wichtigen Dokumente im Container landen, die personenbezogene Daten enthalten oder in der Folge noch Bedeutung haben könnten. Alte Akten, Rechnungen, Verträge etc. sind zu schreddern, bevor sie endgültig entsorgt werden.

Welche Abfallart gehört wohin?

Die folgenden Checklisten zeigen Ihnen, was Sie wie entsorgen dürfen und worauf Sie achten müssen, um nicht gegen gesetzliche Vorschriften zu verstoßen. 

Checkliste: Sperrmüll Container

Bitte füllen Sie ausschließlich zulässige Materialien in den Container zur Entrümpelung. Ansonsten riskieren Sie Mehrkosten.

Was darf rein?

  • Bewegliche Einrichtungsgegenstände die nicht mit dem Haus verbunden sind oder waren.
  • Möbel (z.B. Schränke, Regale, Stühle, Polstermöbel), Laminat
  • Textilien (z.B. Teppiche, Matratzen)
  • Parkett
  • Koffer
  • Fahrräder
  • Geschirr
  • Spielzeug, Bücher
  • Anhaftungen aus z.B. Glas, Keramik, Metall (z.B. Spiegel oder Vitrine)

Was darf nicht rein?

Füllhinweise zum kostenlosen Download

Füllhinweise Sperrmüll Container herunterladen

Checkliste: Andere Abfälle

Gegenstände, die nicht in der eben genannten Checkliste genannt sind, entsorgen Sie bitte folgendermaßen in den dafür vorgesehenen Behältern oder bei Ihren lokalen Schadstoffsammelstellen:

  • Medikamente (Restmülltonne)
  • Gartenabfälle (Biotonne oder bei größeren Mengen Grünschnittcontainer)
  • mineralische Abfälle wie Ziegel oder Fliesen (Bauschuttcontainer)
  • andere Einrichtungsgegenstände (je nach Material)
  • neuere Öfen (Wiederverkauf oder Anfrage bei lokalem Schrotthändler)
  • Alte Grund- und Speicheröfen, Kachelöfen, (Sondermüll, beim lokalen Entsorgen anfragen)

Achtung

Alte Öfen bestehen unter anderem aus gefährlichen, asbesthaltigen Baustoffen. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Lassen Sie diesen vom Fachmann in Sicherheitskleidung abbauen. Die gleiche Vorsicht gilt auch bei Kachelöfen oder bei Schamottsteinen im Kamin.

Andere Abfälle zu entsorgen?

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Grünschnitt mit Ästen

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Extratipp: Entsorgung von Badewannen

Gut erhaltene Wannen aus Stahlemaille und Gusseisen lassen sich weiterverkaufen. Pferdebesitzer oder Landwirte können diese als Tiertränken einsetzen. Wannen aus Metall können auch im Metallschrott-Container dem Recycling zugeführt werden. Tiefe Wannen lassen sich auch erfolgreich und praktisch als Hochbeet verwenden. Sorgen Sie vor dem Einfüllen der Erde nur dafür, dass der Abfluss nicht verstopft und das Wasser abfließen kann. Fließartiger Stoff und eine Schicht Kies ist hier sehr hilfreich. Wichtig zu wissen ist, dass sich Wannen aus Sanitäracryl sich hierfür nicht eignen. Zahlreiche Upcycling Möglichkeiten warten auf Sie!

Grüner Absetzcontainer

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Ein Haufen Altpapier vor einem weißen Hintergrund